Girokonto Informationen
Wozu dient ein Girokonto?
Über ein Girokonto sollte eigentlich jeder Bürger verfügen, der über 18 Jahre alt und geschäftsfähig ist. Der gesamte im Alltag anfallende Geldtransfer wird über das Girokonto abgewickelt. Dazu gehören einzelne Überweisungen, die zum Begleichen einer Rechnung nötig sind, sowie Daueraufträge, beispielsweise zur Bezahlung der Miete oder eines Abonnements. Eine ganz wichtige Funktion hat das Girokonto für Angestellte oder sonstige Lohnempfänger. Das Girokonto dient als Gehaltskonto und wird von den meisten Unternehmen vorausgesetzt. Auf eine Barauszahlung des Arbeitslohns lässt sich kaum noch ein Unternehmen ein. Auch Leistungsempfänger sind auf ein Girokonto unbedingt angewiesen. Transferzahlungen von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter werden grundsätzlich nur bargeldlos auf das Girokonto des Anspruchsberechtigten überwiesen.
Voraussetzungen zur Einrichtung eines Girokontos
Die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um ein kostenloses Girokonto eröffnen zu dürfen, werden von jedem Geldinstitut unterschiedlich festgelegt. Grundsätzlich muss ein Kontoinhaber volljährig und geschäftsfähig sein. Die meisten Banken verlangen darüber hinaus einen Wohnsitz in Deutschland. Natürlich darf ein Girokonto auch von Verbrauchern eingerichtet werden, die nicht über eine deutsche Staatsbürgerschaft verfügen. Einige Girokontoarten können auch aus dem Ausland geführt werden. Klassische Gehaltskonten verlangen, dass der Kontoinhaber über ein regelmäßiges monatliches Einkommen verfügt. Je nach Ausstattung des Kontos darf der monatliche Geldeingang eine bestimmte Summe nicht unterschreiten. Schließlich sollte der Kontoinhaber keinen Schufa-Eintrag aufweisen.
Leistungen des Girokontos
Über das Girokonto lassen sich jederzeit Geldüberweisungen vornehmen, die vom Kontoinhaber in Auftrag gegeben wurden. Eine komfortable Option ist die Einrichtung von Daueraufträgen. Geschäftspartner oder Dienstleister, bei denen der Kontoinhaber eine Dienstleistung in Anspruch genommen hat, können über einen Lastschrifteinzug den fälligen Betrag vom Girokonto einziehen. Sie müssen dafür allerdings eine schriftliche Erlaubnis des Kontoinhabers einholen. Den meisten Kontoinhabern wird von den kontoführenden Instituten ein Dispokredit eingeräumt, der für einen bestimmten Zeitraum zur unkomplizierten Kreditbeschaffung dient. Darüber hinaus kann der Kontoinhaber eine EC-Karte oder auch eine Kreditkarte beantragen. Beide Karten ermöglichen das Abheben von Bargeld von einem Geldautomaten. Beide Karten können zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen im In- und Ausland eingesetzt werden. Bei der Bezahlung mit einer Kreditkarte wird der Betrag erst bis zu 30 Tage später vom Konto abgebucht. Über einen Kontoauszugsdrucker kann der Kontoinhaber sich jederzeit über den aktuellen Kontostand über die vorgenommenen Buchungen informieren.
Wer bietet Girokonten an?
Die meisten Geldinstitute bieten ihren Kunden ein Girokonto an. Bei den Filialbanken hat der Kunde die Wahl, ob er ein klassisches Girokonto einrichten möchte, bei dem die Kontoführung über den Schalter vorgenommen wird, oder ein online geführtes Konto. Viele Direktbanken bieten ausschließlich Online-Konten an, die über das Internet-Portal der Bank bedient werden. Online-Girokonten lassen sich schnell und flexibel bedienen und der Kontostand kann jederzeit vom Kontoinhaber abgerufen werden. Außerdem bieten viele Direktbanken eine kostenlose Kontoführung oder sogar eine Verzinsung der Einlagen auf dem Girokonto an. Die für das Konto zutreffende Gebührenordnung ist ein entscheidendes Marketingmittel der einzelnen Geldinstitute. Manche Banken bieten nur dann ein kostenfreies Girokonto an, wenn der Kontoinhaber einen regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe nachweisen kann. Darüber hinaus eröffnet das Girokonto dem Inhaber weitere Optionen, beispielsweise die Einrichtung eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos beim gleichen Kreditinstitut.
Girokonto Zinsen:
Geldanlage oder Geldbeschaffung über das Girokonto
Ein Girokonto hat grundsätzlich die Aufgabe, den im Alltag anfallenden Zahlungsverkehr für den Kontoinhaber zu erleichtern. Deshalb wird das regelmäßige Einkommen des Kontoführenden, wie das Gehalt oder eine Transferleistung, meist monatlich am Ende des jeweiligen Monats auf dem Girokonto gutgeschrieben. Auch wenn bei den meisten Verbrauchern am Ende des Folgemonats nicht mehr viel davon übrig geblieben ist, so weist das Girokonto unter dem Strich eine durchschnittliche Deckung, also ein Guthaben auf. Jeder Anleger sollte sein Guthaben für sich arbeiten lassen, um von den Erträgen profitieren zu können. Auf der anderen Seite kann ein Girokonto gut zur Kreditbeschaffung verwendet werden. Soweit das Geldinstitut dem Kontoinhaber einen Dispositionskreditrahmen eingeräumt hat, kann der Kontoinhaber jederzeit einen finanziellen Engpass überbrücken. Allerdings muss er dafür auch bezahlen.
Guthabenzinsen beim Girokonto
Die klassischen Girokonten wurden über Jahrzehnte hinweg von den kontoführenden Instituten nicht verzinst. Durch die zunehmende Konkurrenz der Direktbanken hat sich die Situation jedoch geändert. Direktbanken werben für ihre online geführten Girokonten mit einer kostenlosen Kontenführung und oft auch mit einer Verzinsung der Einlagen. Die Höhe der Verzinsung hängt dabei meist von der Höhe der Einlage oder vom regelmäßigen monatlichen Gehaltseingang ab. Manchmal werden Neukunden besonders attraktive Zinsangebote gemacht, die nur befristet gültig sind. Als Antwort auf diese Marketingaktionen der Direktbanken räumen auch Filialbanken ihren Kunden gelegentlich eine Verzinsung der Einlagen auf dem Girokonto ein. Der Zinssatz für Girokonto-Einlagen liegt meist unter dem, der für gesetzliche Spareinlagen auf einem Sparbuch eingeräumt wird. Dennoch sollten Kontoinhaber diese Option nicht verachten.
Die Verzinsung des Dispokredits
Viele Verbraucher sehen den Vorteil eines Girokontos auch darin, dass sie sich über den von ihrem Geldinstitut eingeräumten Dispokredit schnell und unkompliziert über finanzielle Engpässe hinweghelfen können. Allerdings ist es wichtig, dabei zu beachten, dass die Zinsbelastung bei einem Dispokredit außergewöhnlich hoch ist und der Zinssatz sich meist im zweistelligen Bereich befindet. Wird der Dispokredit nur über einen sehr kurzen Zeitraum in Anspruch genommen, mag das keine große Rolle spielen, bei einer Inanspruchnahme über mehrere Monate hinweg lassen sich jedoch erheblich preisgünstigere Kreditalternativen finden. Einige Kontoinhaber stellen fest, dass sich der Kreditrahmen des Girokontos auch über den eingeräumten Dispokredit hinaus ausweiten lässt. Diesen Service lassen sich die Banken jedoch außerordentlich gut bezahlen. Zinssätze über 15% sind für diese Zusatzoption gang und gäbe.
Entscheidungshilfen
Ein Kontoinhaber sollte deshalb bei der Wahl des Kreditinstituts und der Kontoart immer genau abwägen zwischen anfallenden Gebühren, der Verzinsung von Einlagen und der Höhe der Kreditzinsen, die das kontoführende Geldinstitut verlangt.
Vorteile eines Girokontos:
Mit der weiteren Verbreitung des Internets werden auch sogenannte Onlinekonten immer beliebter. Dieser Trend hat verschiedene Gründe. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die zahlreichen Vorteile, die Onlinekonten für die Kontoinhaber bieten. Mittlerweile gibt es fast keine Bank in Deutschland, die ihren Kunden nicht die Möglichkeit bietet, ein Onlinegirokonto zu eröffnen.
Hohe Kostenvorteile durch online Kontoführung:
Onlinekonten bedeuten für die kontoführenden Banken in erster Linie eine deutlich bürokratische Entlastung. Die Kontoführung ist erfolgt komplett automatisiert. Es müssen weniger Filialen unterhalten werden, Mitarbeiter werden eingespart und Kosten somit deutlich reduziert. Diese Kostenvorteile können die Banken in Form besserer Konditionen auch an die Kunden weitergeben, die dann beispielsweise keine monatlichen Kontoführungsgebühren mehr bezahlen müssen und auch weitere Serviceangebote weitestgehend kostenlos nutzen können. Im Vergleich zu normalen Girokonten lassen sich durch die Eröffnung eines Onlinegirokontos schnell jeden Monat einige Euro sparen. Einige Banken bieten ihren Kunden sogar einen monatlichen Bonus oder sonstige Anreize, wenn das Onlinegirokonto auch tatsächlich als aktive Bankverbindung genutzt wird.
Bankgeschäfte werden komfortabler!
Mussten viele Geschäftsvorgänge bis vor einigen Jahren noch durch persönliches Vorsprechen in der Bankfiliale oder das Ausfüllen von entsprechenden Formularen eingeleitet werden, so ist dies bei Onlinekonten grundsätzlich nicht mehr notwendig. Alle relevanten Zahlungsvorgänge können einfach über das Internet abgewickelt werden. Dabei ist 24 Stunden und 7 Tage in der Woche ein Zugang zum Onlinegirokonto gewährleistet – weltweit von jedem internetfähigen Computer. Die Folge dieser Entwicklung für den Bankkunden: Weniger Zeitaufwand für die privaten Bankgeschäfte und absolute Unabhängigkeit von Filialöffnungszeiten. Außerdem sind die meisten Geschäftsvorfälle bei einem Onlinegirokonto grundsätzlich kostenlos. Für Buchungsposten muss bei fast keiner Bank eine Gebühr gezahlt werden.
Konkurrenzsituation schafft zusätzlichen Mehrwert für Kunden!
Die harte Konkurrenz der Banken im Bereich der Onlinegirokonten führt immer wieder zu neuen Innovationen. Was bis vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist heute bei vielen zur absoluten Normalität geworden: Viele Onlinegirokonten bieten eine hohe Guthabenverzinsung und eignen sich daher auch zur kurzfristigen Geldanlage. Ein weiterer Vorteil, den Kunden mit einem Onlinegirokonto immer öfter genießen, ist die kostenlose Kreditkarte. Mit der kostenlosen Kreditkarte, die von immer mehr Banken zusätzlich zur obligatorischen ec Karte zur Verfügung gestellt wird, profitieren die Bankkunden von einem zinsfreien Zahlungsziel, dass in der Regel mindestens 30 Tage beträgt, aber auch deutlich höher ausfallen kann.
Weitere Informationen über Girokonten präsentiert von beratung-girokonto.de